Heidis Bericht zum NYC Marathonerlebnis

New York und Marathon – 1 Woche Adrenalin pur

Mittwoch 28.10.15, 9:45 Abflug mit der Laufgruppe von der TG Neuss, organisiert von deren langjährigen Betreuer Hans-Peter Heinen, Flug ca. 7 Stunden, Zeit geht gut rum mit Filme gucken, Quatschen etc., Ankunft vor Ort gegen 13 Uhr, Auschecken und Einwanderungsprozedere 3 Stunden (!!), dann im strömenden Regen mit dem Bus weiter in Richtung Manhattan.

Man scharrt schon mit den Füssen, um endlich die Wolkenkratzer zu erblicken…und da tun sie sich auf, man ist überwältigt. Vom Hotel in der 7th Avenue geht es weiter zur 47ten Strasse in „Hell’s Kitchen“, wo ich mit Freunden in einer Wohnung unterkomme. Thomas hat die Gelegenheit genutzt und mit seiner Frau Steffi gleich 3 Wochen Urlaub hier verbracht. Ich konnte profitieren, da er sich schon verdammt gut in der Stadt auskannte, der Regen ließ nun nach und Thomas zeigte mir fußläufig schnell ein paar Highlights von Manhattan, als erstes natürlich den Times Square.

Donnerstag: (nach 6 km Runde im Central Park) nutzte ich zur Besichtigung von „China Town“ inklusive original „China-Food“, was sich deutlich von den hiesigen China-Restaurants unterscheidet, „Little Italy“ und „Soho“, inklusive Shopping Tour, um schon mal die Mitbring-Wünsche meiner Töchter zu erledigen. Abends „Vesper“ in der Wohnung, tut zum Ausgleich gut. Die TG-Gruppe hatte derweil New York vom „Empire State Building“ und vom „One World Tower“ her besichtigt und fotografisch festgehalten, mir die Fotos „geappt“, worauf ich beschloss, mir diese Aufstiege zu ersparen.

Donnerstagnacht traf dann auch Freund Wolfgang ein; mit ihm und Thomas zog ich Freitag los: Startunterlagen besorgen (zunächst sind wir in einer Audio-Messe gelandet und waren erstaunt, dass unsere Namen unbekannt waren 😉 ), weiter durch den High-Line-Park (stillgelegte, sehr schön bepflanzte ehemalige Bahnstrecke) zum Chelsea Market; ganz New York natürlich im Halloween-Fieber, üppige, gruselige Dekorationen und schon viele verkleidete Menschen unterwegs. Anschließend zur Wall Street, zu Ground Zero und mit der Fähre nach Staten Island. Die Fähre fährt an „Madame Liberty“ vorbei und wir wollten die alternative Anreise zum Marathon-Start erproben (das sparte uns dann Sonntag eine Stunde Zeit). Anschließend noch zum „Battery Park“ und wieder zum magnetischen „Times Square“ und nochmals „Vesper“ in der Wohnung.

Samstag: 6 km Runde am Hudson River (das Wetter war die ganze Zeit gut und mild!!), anschließend ausführlicher Spaziergang durch den Central Park nach Uptown (hier wohnt die High Society) Häuser gucken, Sushi essen, „First Avenue“ inspizieren (der Marathon zieht sich 8 km nur über diese Strasse), Guggenheim Museum von außen und „Museum of Modern Art“ von innen (1 Etage Picasso Ausstellung), anschließend mit der Gruppe um Hans-Peter Heinen zum Pizza- und Pasta-Essen vor dem Lauf.

Sonntag: es geht los!! Metro, Fähre nach Staten Island, Bustransfer zum Startbereich – Menschenmassen!!! 63.000 Starter müssen transportiert werden. Alles ist super organisiert, es tritt keine Panik ein.

Der Startbereich ist sehr großzügig, es gibt 3 große Startblöcke, die jeweils noch in die Buchstaben A bis F unterteilt sind – und schon geht es los, langsam in Richtung „Verrazano Bridge“. Die Nationalhymne ertönt (ich meine in meinem 4. Startblock hätte Alicia Keys gesungen und ist ja dann auch mitgelaufen) – und los geht’s. In meinem Startblock ist nun alles versammelt, was unbedingt am New York Marathon teilnehmen möchte, sprich auch jede Menge Läufer, die evtl. gar nicht trainiert haben im Vorfeld (Ich hatte vorsichtshalber 5 Stunden als Zielzeit angegeben). An Überholen war auf der Brücke nicht zu denken, dieser Start macht dennoch richtig Spaß!! Einlauf nach Brooklyn, und ihr glaubt es nicht, welches Publikum dort auf euch wartet!! Menschenmassen, wie bei einem Karnevalsumzug, die Stimmung ist absolut gut, jede Menge Musik am Straßenrand, man wird förmlich durch den Lauf getragen; alle 1,6 km gibt es Gatorade-/Wasser-Versorgung und Dixies.

So geht es 14 km durch Brooklyn 180te bis 1te Str., weiter durch Queens bis zur Queensborough-Bridge (viele Läufer halten dort an und machen erst mal Fotos), Einlauf auf die „First Avenue“ in Manhattan, ….dort ist das Publikum noch überwältigender, der Marathon scheint wirklich ein Volksfest zu sein!!! Anschließend einen Schwenker durch die Bronx und durch Harlem und über die 5th Avenue zurück bis zur 91ten Strasse, dann Einlauf in den Central Park, dort sind nochmals ca. 5 km zu bewältigen.

Ich persönlich hatte leider schon ab km 14 einen mentalen Einbruch aus dem ich mich nicht wieder rausholen konnte, deshalb war der Lauf nicht so der Spaß (Gründe: keine Ahnung, war gut vorbereitet, vielleicht das anstrengende Gesamtpaket, ….und nicht gefrühstückt, nur ein paar Möhren gegessen), …aber habe ja meine angegebene Zielzeit von 5 Stunden erreicht. (Meine vorherigen Marathons hatte ich in jeweils 4:45 h geschafft).

…okay nach dem Lauf ist es etwas zermürbend aus der gesamten Zone wieder herauszukommen, der Verkehr in Manhattan steht nahezu still in diesen Bereichen,…noch Burger essen in einer echt amerikanischen Kneipe (nur TV, sehr laut) und ab ins Bett. Überglücklich mit Medaille und, dass man es geschafft hat.

Montag: Amerikanisches Frühstück mit der TG-Gruppe und anschließend Spaziergang durch den „Financial District“, „City Hall“, über die „Brooklyn Bridge“ (älteste Brücke von Manhattan), Seilbahn-Fahrt nach Roosevelt-Island (Krankenhaus-Insel von Manhattan), Spaziergang und noch shoppen bei „Bloomingdale“, am Abend mit meinen Freunden „Koreanisch Essen“ (sehr spannend mit Holzkohle-Grill im Tisch) und anschließend noch nach Harlem in eine „Jazzkneipe“. Dort spielte eine „Grundbesetzung“ aus E-Piano, Schlagzeug und Saxophon, hinzu kamen jeweils unterschiedliche Sänger-/innen, weitere „Saxis“, Querflöte etc.

Dienstag: nochmals leckeres amerikanisches Frühstück (Pancakes) mit der TG-Gruppe, …noch ein wenig shoppen und zurück zum JFK Airport.

Könnte man auf dem Rückflug schlafen, wäre alles gut, den Kopf auf die jeweilige Uhrzeit umzustellen finde ich eigentlich leicht, ….leider konnte ich kein Auge zutun und habe bis heute mit fürchterlichem Jetlag zu kämpfen, …war aber eben schon wieder 15 km laufen, so langsam sollte es gut werden.

…Fazit: nach dem Marathon ist vor dem Marathon,…schauen wir mal, welchen ich mir als nächstes ausgucke!!

Liebe Grüße

Heidi

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